Energieeinsparungsverordnung

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Die EnEV

Was früher in zwei Gesetzestexten gesondert beschrieben wurde (nämlich die Heizungsanlagenverordnung und die Wärmeschutzverordnung), das wurde in den den 90er Jahren zusammengelegt in das Wortungetüm Energieeinsparungsverordnung (= EnEV).

Die EnEV: Energie einsparen per Verordnung

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Energieeinsparungsverordnung

Die EnEV hat den Hintergrund, dass jede einzelne der früheren Verordnungen wenig bringt, wenn auch gleichzeitig die andere berücksichtigt wird. Denn was bringt ein guter Gasbrennwertkessel, wenn die Aussenwände schlecht gedämmten sind.
Grundlage hierfür war die EG Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (2002/91/EG). Heraus kam dann die EnEV, die in den letzten Jahren mehrmals novelliert wurde und nun Gültigkeit hat. Dies mit der Erkenntnis, dass Isolierung alleine wohl gut ist, aber erst in Verbindung von effizienten Wärmeerzeugern den grössten Effekt mit sich bringt.
Zur Energieeinsparungsverordnung gehören konstruktive Maßnahmen (Reduzierung der Außenhautfläche), erhöhte Wärmedämmung (an Außenwänden, auskragenden Elementen sowie an Dächern). Aber auch die Rückgewinnung von Wärme, die im Haus bereits vorhanden ist, und bei natürlicher Lüftung von Wohngebäuden verloren gehen würde. Alle diese Grundsätze müssen der Energieeinsparungsverordnung EnEV entsprechen und mittels Nachweis erfüllt werden.

Energiepass oder Energieausweis

Nun müssen alle Häuser seit Inkrafttreten der EnEV mit dem Energieausweis oder Energiepass ausgestattet werden, ausgestellt von Energieberatern oder Architekten oder anderen anerkannten Fachleuten am Bau. Da sich die europäischen Länder immerhin darauf geeinigt haben, wenigstens den CO2 Ausstoß zu mindern, wird (ist) dieses Dokument nun europaweit Pflicht. Der Energiepass oder Energieausweis soll zertifizieren, dass ein Gebäude energietechnisch sinnvoll gebaut wurde, also die richtige Mischung aus Heizleistung, Wärmedämmung und Energieeffizienz ist.
Der Energiepass oder Energieausweis steht also in direktem Zusammenhang mit guter Wärmedämmung, Winddichtigkeit und ein logisches Klimatisierungssystem. Der Ansatz ist ja auch richtig, dennoch ist dieses Modell leider nur ein Kompromiss, der nur zustande kommen kann, wenn zu viele Menschen an einem Tisch sitzen. Denn er errechnet sich lediglich aus der Einsparung der CO2 Werte. Das ist wohl ein guter Anfang, führt aber zum Absurdum, wenn der Holzkamin oder Pelletsheizung nun gefördert wird, mit der Begründung, dass er nur nachwachsende Rohstoffe verbrennt.


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Nachgehakt: Energieeffizienz

Energieeffizienz ist, wenn mit möglichst wenig Aufwand größtmöglicher Komfort in einem Gebäude hergestellt werden kann. Die Energieeffizienz ist in dem Energiepass zentraler Punkt. Ein Beispiel: Eine Erdwärmepumpenheizung gilt in diesem Energieausweis als Dreckschleuder, benutzt sie doch elektrische Energie, die ihrerseits größtenteils durch fossile Brennstoffe hergestellt wird (in Deutschland allein knapp 40% Kohleanteil, Stand Oktober 2010). Eine Pelletsheizung jedoch, in meinen Augen viel mehr Dreckerzeuger weil schlechtere Verbrennung, gilt als Vorzeigemodell, verbrennt sie doch nachwachsende Rohstoffe.
Diesem Grundsatz zu Folge ist ein Atomkraftwerk also die "Energieeffizienz" schlechthin, auch wenn diese Art der Energieproduktion technisch nicht wirklich kontrollierbar ist. Auch Holzkamine und Kachelöfen sind anscheinend Symbole der Energieeffizienz, man denke da an den Dreck, der aus dem Kamin geschleudert wird. Hier gehört eine grundlegende Erneuerung dieser Energieausweise her, der Ansatz ist falsch. Denn: Auch Öl und Gas ist ja, genau betrachtet, nachwachsend, und ein Atomkraftwerk ist sicher nicht energieeffizient. Gas ist immerhin das Material, was am saubersten ist und mit dem höchsten Wirkungsgrad verbrennt (über 90%!), übrigens immer mehr auch als Bio Gas erhältlich (dann natürlich nachwachsend, also maximale Energieeffizienz). Wie dem auch sei, ich sehe diesen Energieausweis als ersten Schritt in die richtige Richtung. Eine Novellierung folgt aber sicherlich bald. Darin enthalten dann (hoffentlich) der Dreckausstoß und seine Regulierung an sich, andere Giftstoffe, Dioxine, Schwermetalle etc. Auch die Thematik des Nachwachsens sollte noch mal diskutiert werden. Holz verbrennt schliesslich wesentlich schlechter als Gas.


 

 

 

 

 

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