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Barrierefreies Wohnen

Auch wenn es für junge Bauherren oft (noch) kein Thema ist: Barrierefreies Wohnen kann im Alter sehr schnell Thema werden, und zwar für jeden. Man sollte sich also vor dem Hausbau schon einige Gedanken machen. Denn manches lässt sich gleich von Anfang an realisieren, dann sind die Umbaukosten hinterher nicht so hoch.

Rampe für Rollstuhlfahrer neben einer Treppe

Barrierefreies Wohnen

Barrierefreies Bauen: Die Verordnungen

Auch unsere Städte sind, trotz mancher Fortschritte, für viele Senioren oder Rollstuhlfahrer immer noch mit zuvielen Hindernissen versehen: Zu kleine Gehwege, zu steile Strassen und Rampen, hohe Bordsteine, Treppenstufen, oder Gebäude ohne Aufzüge. Barrierefreies Bauen war früher für Planer nur wenig Thema.
Glücklicherweise hat sich diese Einstellung heute, wenigstens etwas, geändert. Barrierefreies Bauen teilt sich auf in den öffentlichen Bereich (Strassen und Gebäude mit öffentlichem Zugang), sowie für Wohnungen. Die DIN definiert hier die Planungsgrundlagen: DIN 18024 (öffentliche Freibereiche und öffentliche Gebäude) und DIN 18025 für Wohnungen. Die DIN 18025-1 etwa beschreibt speziell die Anforderungen für Rollstuhlfahrer in Gebäuden. So soll in jedem Raum ein Durchmesser von 1,50 m Platz geplant werden (kreisförmig), um Rollstuhlwendemanöver erfolgreich durchführen zu können. Rampen sollen maximal 6% Steigung haben (ausser es handelt sich nur um eine Stufe, da darf das Gefälle höher sein). Eine Rampe soll nach 6 m Länge ein Podest aufweisen (wieder mindestens 1,50 x 1,50 m). Türen sollen so ausgeführt sein, dass die Griffe nicht höher als 85 cm über Boden liegen, ohne Schwelle und mindestens 90 cm lichte Breite. Die Höhe soll 2,10 m sein. Selbst ein Stellplatz für den PKW ist beispielsweise geregelt: für Rollstuhlfahrer muss 1,50 m Platz vorhanden sein.

Wohnungskauf oder Umbau: Förderung & Zuschuss

Die oben genannten DIN Normen sind eine ganz gute Grundlage (inzwischen auch höchstrichterlich so angesehen) beim Kauf einer Wohnung, denn Begriffe wie Seniorengerecht, Rollstuhlgerecht, Seniorenresidenz oder Seniorenwohnung finden sich zwar in vielen hübschen Verkaufsprospekten, sind aber rechtlich nicht genau definiert und sorgen daher gelegentlich für Unklarheiten beim Erwerb einer derartigen Immobilie.
Doch ob nun Umbau oder der Kauf einer Wohnung: Nachfragen bei der KfW lohnt. Das Programm 151 "Altersgerecht umbauen" beispielsweise fördert den Umbau oder Kauf mit einem Zuschuss.
Mehr im Kapitel Zuschuss & Förderung.


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Wohnen im Alter

Zentrale Themen beim barrierefreien Bauen sind vor allem die Treppen, aber auch die Möglichkeiten, sich mit Rollstuhl im Haus frei und unabhängig bewegen zu können. Als erstes erfolgt also eine Bestandsaufnahme. Wo ist Handlungsbedarf, wie können die Treppenstufen oder Schwellen beim Balkon überwunden werden? Lässt sich aus dem Einfamilienhaus ein Zweifamilienhaus gestalten, sodass die ältere Person im EG lebt und die jüngere Generation im OG?
Ich will mich im Folgenden mehr auf barrierefreies Bauen für Senioren beschränken, ist es doch, immer auch, Behindertengerecht. Denn barrierefrei zu bauen ist in beiden Fällen gleich gesetzlich geregelt. Bei Ihrem Hausbau sollten Sie aber - auch wenn Sie jung sind - an einige Dinge denken, die man vorbereiten kann. Zum Beispiel die Türen mit Mindestbreite von 90 cm vorsehen, oder grosszügige Badezimmer gestalten. Fensterbrüstungen wären empfehlenswert auf 60 cm, so kann auch aus dem Rollstuhl der angenehme Blick nach draussen garantiert werden.
Erwähnenswert: Beim Umbau einer Wohnung können auch von der Pflegekasse bzw. Pflegeversicherung Förderungen und Zuschüsse beantragt werden!

Barrierefreies Bad

Im Badezimmer wird bei der Planung des Einfamilienhauses meist darauf geachtet, Quadratmeter zu sparen. Das macht sich spätestens dann negativ bemerkbar, wenn das Bad behindertengerecht für Rollstuhlfahrer umgebaut werden muss. Besonders gehören dazu ausreichend Beinfreiheit vor die Sanitärmöbel, niedrige Waschtische, schwenkbare Spiegel und benutzerfreundliche Armaturen (Mischer möglichst mit ausziehbarem Hebel). Der Bodenbelag sollte bestenfalls rutsch-sicher, oder wenigstens rutschhemmend ausheführt werden.
Beim Badezimmer sind ausreichend Ablageflächen bei Senioren immer willkommen: Wohin mit der Brille, Medizin oder das Hörgerät, während geduscht wird? Als Dusche eignet sich eine "Walk-in-Dusche" ohne Stufe, hier kann dann auch mit Rollstuhl problemlos geduscht werden (1,50 m im Durchmesser). Badewannen eignen sich für Rollstuhlfahrer nur bedingt, es gibt aber unterfahrbare Badewannen, die dann in den Duschbereich gefahren werden können. Es muss in diesem Fall aber auch ein kleiner Lift vorgesehen werden. Türen zu Bäder sollen nach aussen aufgeschlagen werden - Stichwort: Unfallgefahr. Liegt jemand im Bad, ist eine Rettung schwer.


Barrierefreie Küche

In unserem Lebensalltag sind wir mit Routinearbeiten in der Küche vertraut. Denken Sie doch bitte mal, wie oft Sie sich bücken müssen, oder welche Schränke zu hoch angeordnet sind. Barrierefrei Bauen in der Küche heisst, dass alles komfortabel und bequem erreichbar ist. Die Küche sollte mindestens so gross ausgelegt sein, dass mit Rollstuhl ohne Probleme gewendet werden kann. Auch in der Küche empfiehlt sich, einen rutschhemmenden Belag vorzusehen und die Arbeitshöhe tiefer zu legen. Bei der Küchenplanung soll darauf geachtet werden, dass Koch und Spülbereich unterfahren werden können.

Behindertengerechte Lichtschalter

Die Lichtschalter in unseren Wohnhäusern befinden sich üblicherweise auf etwa 1 m Höhe. Dies ist für einen Rollstuhlfahrer etwa Augenhöhe. Ebenso fehlen Lichtschalter am Bett (= die zentrale Schlafzimmerbeleuchtung), was bei vielen zu mühseligen Rundgängen vor der Schlafenszeit führt. Barrierefrei Bauen heisst auch, die Rolläden elektrisch schliessen zu können, oder auch das Vorsehen eines Notschalters in jedem Raum. Denn viele Behinderte oder Senioren leben alleine und können sich im Bedarfsfalle nicht bemerkbar machen.

Schwellenfrei Bauen

.....ist barrierefrei bauen. Viele Balkone oder Terrassen sind für Behinderte mit Rollstuhl oder gehbehinderte Senioren nicht nutzbar, weil üblicherweise ein Höhenunterschied zwischen Innen- und Aussenbereich (10-15cm) vorgesehen wird. Dies wird oft aus Gründen der Sicherheit so vorgesehen, aus Schutz vor starkem Regen, und Wassereintritt in das Innere der Wohnung.
Das muss aber nicht sein. Anstatt einer Schwelle kann mit dem gleichen Aufwand eine Rampe vorgesehen werden. Oder noch besser: einen Rost vorsehen, der das Wasser direkt in die wasserführende Schicht ableiten kann.
Gleich mehrere Schwellen bilden die Treppen: Hier gibt es Treppenlifte, selbst gewendelte Treppen können mit einem Treppenlift nachgerüstet werden. Auch der Hauseingang befindet sich üblicherweise etwa 3 Stufen über dem Niveau des Gartens: Fast überall wird dieser Sockelbereich in etwa 50 cm -1 m Höhe mittels Treppe überwunden, in den meisten Fällen könnte gleich beim Neubau eine Rampe vorgesehen werden.

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